Wozu Sexualtherapie?
Die Sexualität ist bekanntlich so alt wie die Menschheitsgeschichte. Der Diskurs über Sexualität unterlag dabei stets den gesellschaftlichen Normen. Normativer Anpassungsdruck kann indes das eigene Begehren und die Lust an der Erotik gefährden. Rasch kommt es dann zu Gefühlen der Überforderung, der Unzulänglichkeit und Lustlosigkeit. Die schließlich in einen wachsenden Leidensdruck münden. Und genau hier setzt Sexualtherapie an. Sie analysiert zunächst die Gründe, warum Sexualität für Frauen wie Männer zum Problem geworden ist. Sie entlastet die Betroffenen vom Gefühl der Scham, mit dem viele über Jahre – im Irrglauben, es gäbe keine Hilfe – schweigen und leiden. Und sie hilft letztendlich, wenn organische Gründe ausgeschlossen werden, einen gemeinsamen Weg zu finden, wie Sexualität wieder zur Quelle von Lust und Freude werden kann.
Sie können Sexualtherapie sowohl für sich alleine nutzen. Oder Sie kommen mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin zu einer Paartherapie mit dem Schwerpunkt Sexualtherapie.

Sexualtherapie für Paare
Eine moderne Sexualtherapie geht davon aus, dass eine sexuelle Störung in der Partnerschaft immer ein Problem der Interaktion des Paares ist. Das Problem betrifft beide, auch wenn das Symptom – die Sexualstörung - vielleicht nur eine bzw. einer der beiden PartnerInnen trägt.
Sowohl bei Krisen als auch mangelnder oder fehlender Erotik und Sexualität in (langjährigen) Beziehungen ist Sexualtherapie eine Methode, die ressourcenorientiert Probleme zu bewältigen hilft.

Sexualtherapie für die Frau
Sobald Sexualität als leidvoll erlebt wird und es aus medizinisch-organischer Sicht keine Gründe für das Leiden vorliegen, dann wird von einer Sexualstörung gesprochen. Dabei ist die Sexualtherapie der Weg, der Ihnen ermöglicht, das Problem zu lösen. Die häufigsten Sexualstörungen bei Frauen sind:

Erregungsstörungen
Es wird keine oder nur eine geringe genitale Erregung empfunden. Damit verbunden ist häufig, dass die Vagina kaum oder gar nicht feucht wird. Die Erregung wird auch sehr subjektiv empfunden: manche Frauen sind zwar körperlich erregt, aber sie empfinden keine emotionale Erregtheit und manche Frauen fühlen sich zwar innerlich sehr aufgewühlt, spüren aber keine genitale Erregung. Andere Frauen wiederum spüren weder emotionale noch körperliche Erregung und empfinden dies als Quelle ihres sexuellen Leidens.

Orgasmusstörungen
Orgasmusstörungen treten häufig in Zusammenhang mit Erregungsstörungen auf. Manchmal werden zwar Lustgefühle empfunden, aber das intensive Orgasmuserleben bleibt immer aus. Die Gründe dafür sind vielfältig. In einer Sexualtherapie können diese vielfältigen Gründe abgeklärt und Lösungen gefunden werden.

Vaginismus
Es handelt sich hier um eine reflexartige Verkrampfung des Scheideneingangs und der Beckenbodenmuskulatur beim Versuch des Geschlechtsverkehrs. Auch hier gilt es, die mannigfaltigen Gründe zu besprechen und gemeinsam mit der Sexualtherapeutin einen Weg zu finden, der das Leid für die betroffene Frau lindert oder gänzlich beseitigt.

Schmerzhafter Geschlechtsverkehr
Wenn es keine körperlichen Gründe gibt, die Schmerzen beim Geschlechtsverkehr verursachen, dann kann davon ausgegangen werden, dass es einen psychischen Grund gibt, der die Schmerzen verursacht.

Sexualtherapie für den Mann
Wenn keine organischen Gründe für die verschiedenen Sexualstörungen gefunden werden, dann ist eine Sexualtherapie sinnvoll und notwendig. Die häufigsten Sexualstörungen bei Männern sind:
Erektionsstörungen sind sehr häufig, nehmen zwar mit dem Alter zu, treten aber auch bei jüngeren Männern auf. Von einer Erektionsstörung wird gesprochen, wenn trotz großer sexueller Erregung das Glied nicht, oder nicht lange genug, steif (erregiert) wird, um einen erfüllenden Geschlechtsverkehr zu ermöglichen. Das belastet viele Betroffene so sehr, dass sie sich oft zurückziehen und auf keine partnerschaftliche Sexualität mehr einlassen können/wollen. Gemeinsam mit der Sexualtherapeutin werden die Störungen genau abgeklärt und Lösungen gefunden.

Vorzeitige Ejakulation
Wann eine Ejakulation als vorzeitig begriffen wird, ist eine sehr subjektive Empfindung. Wenn beim oder unmittelbar nach Einführen des Penis die Ejakulation passiert, dann wird das von den meisten davon betroffenen Männern als weniger intensiv erlebt.

Ausbleibende Ejakulation / Orgasmushemmung / Verzögerter Samenerguss
Wenn Samenerguss (Ejakulation) und Orgasmus gleichzeitig auftreten, dann wird das von den meisten Männern als normal und beglückend empfunden. Es gibt aber auch einen Orgasmus ohne Ejakulation und eine Ejakulation ohne Orgasmus. Auch verzögerter Samenerguss wird als sexuelle Disharmonie und oft als sehr quälend erlebt.

Methodenvielfalt: Verhaltenstherapie, Psychodynamik, Konzentrative Bewegungstherapie
Sexualtherapie arbeitet mit einem Methodensetting aus verhaltenstherapeutischen und psychodynamischen Elementen. Als ausgebildete Psychotherapeutin in konzentrativer Bewegungstherapie ist es sehr sinnvoll auch den körperorientierten Ansatz der KBT zu integrieren. Mir ist es wichtig, nach eingehender Problemanalyse und gemeinsam erarbeitenden Zielen, die für Sie passende Methode zu entwickeln. Damit kann ich Ihnen methodenübergreifend die auf Sie abgestimmte Unterstützung anbieten.

Setting
Ich biete sexualtherapeutische Einzel- und Paartherapie an.

Kosten
Einzeltherapie: 90,00 € (50 Minuten)
Paartherapie: 170,00 € (100 Minuten)

Es gibt auch ein Kontingent an Sozialtarifen für Personen mit geringem Einkommen.

Kostenerstattung
Für die Einzeltherapie mit einer "krankheitswertigen Störung bzw. eines behandlungsbedürftigen Leidens" (Diagnose nach ICD-10) gibt es die Möglichkeit einer Teilrefundierung der Kosten über die Krankenkassen. Die WGKK ersetzt 28,00 € pro Stunde und die BVA 40,00 € pro Stunde.

Sollten Sie verhindert sein und die vereinbarte Therapiestunde nicht innerhalb von 48 Stunden absagen, so ist diese zu bezahlen.

Vorgehensweise
Sie kontaktieren mich entweder telefonisch 0664/92 13 016 oder per Mail und wir vereinbaren ein persönliches Erstgespräch.

Verschwiegenheit
Als Psychotherapeutin unterliege ich per Gesetz der Verschwiegenheitspflicht.